Rezensionen
Bärbel Jähnert, Leiterin der AG Jugendliteratur und Medien Thüringen
Moritz hat an einem Freitag, dem 13., den Wecker falsch gestellt und
kommt zu spät zur Schule. Auch andere Dinge gehen an diesem Tag schief.
Ob das wirklich am Freitag, dem 13., liegt? Sicher hatte jeder schon
einmal das Gefühl, mit dem falschen Bein aufgestanden zu sein. Wenn
dann noch auf dem Kalenderblatt “Freitag, der 13.” steht, ist alles
klar. Birgit
Richter hat diese realistische Geschichte, die so ähnlich auch anderen
Kindern passieren könnte, sehr anschaulich geschrieben. Die Gefühle,
die Moritz bei all seinem Pech äußert, können von den Lesern gut nachempfunden
werden. Die Autorin verwendet überschaubare Sätze mit verständlichen
Wörtern für Kinder im Erstlesealter.
Mit Hilfe treffender Verben und Adjektive gelang die Erzählung sehr
ausdrucksstark. “Der pädagogische Zeigefinger” erscheint am Ende nicht,
aber es wird erklärt, woher der Aberglaube stammt und wo er heute
noch Anwendung findet.
Das Heft mit 18 Seiten Lesetext ist in großer Fibelschrift gedruckt.
Die farbigen Illustrationen auf fast jeder Buchseite erleichtern den
Erstlesern das Erfassen des Inhaltes. Die Bilder sind auf wesentliche
Details begrenzt. Mit klarer einfacher Strichführung stellt Marion
Sperling die Gegenstände, aber auch die Empfindungen von Moritz dar.
Dieses sehr empfehlenswerte dünne Büchlein eignet sich gut im Erstleseunterricht
am Ende des 1. Schuljahres oder im 2. Schuljahr.
Möglich ist die Nutzung als Klassenlesestoff oder als Fördermaterial
für fortgeschrittene Leser, die dann kleine Aufträge zum Buch lösen
könnten.
Der Preis des Heftes ist auch für Schulen erschwinglich.